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Jahresauftakt 2010

05.02.2010

Am 2. Februar war es wieder soweit: 32 Tage nach dem Jahreswechsel fand der traditionelle Jahresauftakt des BME Rhein-Main-Region statt.

Highlight des Abends war Fraport-Vorstand Peter Schmitz. Er lockte gut 100 Mitglieder und Freunde des BME in den Lichthof der Frankfurter Börse.

Nach kurzer Begrüßung durch den rmr-Vorsitzenden Lothar Kunkel servierte Matthias Gräßle - Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt - mit einer kurzweiligen Reise zu den Wurzeln der IHK und profunden Ausführungen zur Architektur der Frankfurter Börse das Hors d'œuvre dieses gelungenen Abends.

Dieser sympathischen Einführung folgte, sozusagen als Hauptgericht, Peter Schmitz. Sein Thema war "Flughafen Frankfurt - Megahub und Wirtschaftsmotor". Ihm gelang es, über eine umsichtig ausgewählte Zusammenstellung wissenswerter Fakten und Kennzahlen rund um das Thema Flughafen Frankfurt, das Auditorium in die Welt des drittgrößten europäischen Flughafens gedanklich hineinzuziehen.

Fraport ist gut gerüstet, …
Er garnierte seine vielen Zahlen ("53,5 Mio. Passagiere 2008, Platz 9 weltweit"; "71% des Einkaufsvolumens werden im Rhein-Main-Gebiet platziert") immer wieder mit spannendem, bisweilen überraschendem Hintergrundwissen ("Der Flughafen erreicht im Umkreis von 200 km rund 35 Mio. Einwohner", und damit weit mehr als große Metrolpolen wie London oder Paris) und erstaunlichen Erkenntnissen ("Mit 200 Bussen sind wir auch einer der größten Busunternehmer der Region").

… auch für die Zukunft
Im zweiten Teil widmete sich Schmitz den weiteren Ausbauplänen und erklärte sachkundig, von der aktuell anstehenden Landebahn Nord-West bis hin zum Terminal 3 und den "Gateway Gardens", alle aktuellen und zukünftigen Großprojekte des Flughafens. Er verwies dabei auch auf die Grenzen des Wachstums und wie man versuche den Standortnachteil gegenüber eines "auf der grünen Wiese" entstandenen Flughafens, wie beispielsweise in München, zu kompensieren.

Wichtigste Aspekte seien dabei Entscheidungen im Einklang mit der Region, den politischen Entscheidungsträgern sowie Kreativität und ein gut abgestimmtes Produktportfolio - was Fraport eindeutig von großen Wettbewerbern unterscheide. Als gelungenes Beispiel nannte er hierfür den besonderen Mix an Services der Fraport AG und den weitgehenden Verzicht auf Outsourcing in Kernarbeitsbereichen ("In der Passagierabfertigung sind wir um einiges besser aufgestellt als etwa London mit den gut 20 verschiedenen, ausgelagerten Abfertigungsgesellschaften").

Als Weg aus der "Expansionsklemme" am Standort Frankfurt nannte Peter Schmitz die aktuelle Internationalisierung und meinte damit die Engagements bei anderen Flughäfen weltweit. Über Aufsichtsratsmandate bei Auslandstöchtern der Fraport gleich nach seiner Vorstandsnominierung sei ihm diese strategische Ausrichtung sofort persönlich begreiflich geworden. Insbesondere im Ausland sei die geballte, langjährige Expertise der Frankfurter sehr stark nachgefragt, schon fast ein Exportschlager mit aussichtsreichem Zukunftspotential.

"Potentiell perfide Fragen von Studenten"
Abschließend stand der Chef von rund 13.000 Mitarbeitern dem Auditorium noch geduldig Rede und Antwort. Auch von ausgefeilten und herausfordernden Fragen, beispielweise eines EBS-Studenten ("Ich bin vom Lehrstuhl Aviation"), ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und beantwortete sachlich alle Aspekte zur vollen Zufriedenheit der Gäste. Wie er jede einzelne Frage ernst nahm und reflektiert erwiderte, war sehr bemerkenswert.

Anders als Topgäste bei Thomas Gottschalk verweilte Peter Schmitz auch noch bis zum Ende der Veranstaltung und nutzte die Gelegeheit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Bei dem leckeren Buffet ließ es sich noch vortrefflich unterhalten und Kontakte austauschen. Alle konnten dann den Abend bei einem Glas Rotwein oder dem heimischen Dessert ("Apfelwein-Mousse") entspannt ausklingen lassen.

BME Rhein-Main-Region und IHK Frankfurt - Beginn einer großen Freundschaft?
Eine Randbemerkung sei noch erlaubt. Die repräsentativen Räumlichkeiten in der Börse wurden dem BME rmr von der IHK Frankfurt zur Verfügung gestellt. Genauer von dem Hauptgeschäftsführer Matthias Gräßle und seinem Team, das uns vor, während und nach der Veranstaltung maßgeblich unterstützt hat. Dafür geht ein großes Dankeschön an die IHK Frankfurt. Nicht zuletzt in der Hoffnung auf eine weitere gute Kooperation.